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Ausgewählte Produktionen 1980–1989

Bleierne Zeit

Bleierne Zeit Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Margarethe von Trotta
Kamera: Franz Rath
Schnitt: Dagmar Hirtz
Cast: Barbara Sukowa, Jutta Lampe, Rüdiger Vogler
Genre: Historisches Drama
Jahr: 1981
Länge: 106 Min.

Inhalt: Inspiriert von einigen Stationen in der Lebensgeschichte der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin erzählt Margarethe von Trotta die fiktive Geschichte zweier Schwestern aus bürgerlichem Milieu, die sich zur Zeit der ’68er politisch engagieren – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise: Während Juliane eher zurückhaltend und theoretisch agiert, schlägt die energische Marianne den Weg des bewaffneten Widerstands ein.

Eine Liebe von Swann

Eine Liebe von Swann Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Peter Brook, Jean-Claude Carrière, Marie-Hélène Estienne, Volker Schlöndorff
Kamera: Sven Nykvist
Musik: Hans Werner Henze
Cast: Jeremy Irons, Ornella Muti, Alain Delon Fanny Ardant
Genre: Drama
Jahr: 1984

Inhalt: Verfilmung eines Teils von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Paris, kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert: Charles Swann, ein kunstbeflissener Großbürger, ist anerkanntes Mitglied der „besseren Kreise“ der Stadt. Als er bei einem Theaterbesuch die Dirne Odette kennen lernt, verliebt er sich in die junge Frau. Allerdings häufen sich in der folgenden Zeit die Hinweise und Gerüchte, dass Odette ihn nicht nur mit Männern, sondern auch mit Frauen betrügt. Schließlich gesteht Odette dem fassungslosen Swann ganz offen ihre lesbischen Beziehungen – und verlässt ihn.

Der Tod eines Handlungsreisenden

Der Tod eines Handlungsreisenden Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Volker Schlöndorff
Kamera: Michael Ballhaus
Musik: Alex North
Cast: Dustin Hoffman, Kate Reid, John Malkovich, Stephen Lang
Genre: Drama
Jahr: 1986

Inhalt: Fürs amerikanische Fernsehen realisierte, prominent besetzte und hoch gelobte Verfilmung des berühmten Arthur-Miller-Dramas. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen dem 63 Jahre alte Handelsreisenden Willy Loman und seinem Sohn Biff. Loman, dessen beste Zeiten schon lange hinter ihm liegen, ist ein Meister der Verdrängung und der Fähigkeit, sich seine Lebenssituation schön zu reden. Biff hat derweil seinem Vater nie verziehen, dass er die Mutter während einer seiner Reisen betrogen hat. Aus Trotz hat er seine Schulausbildung vernachlässigt und muss sich nun mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. Erst nach zahlreichen Konflikten kommt es zwischen Vater und Sohn zu einer Art Versöhnung. Um seiner verarmten Familie zu Geld aus einer Lebensversicherung zu verhelfen, beschließt der zusehends in eine Scheinwelt abdriftende Willy, sich das Leben zu nehmen.

Linie 1

Linie 1 Regie: Reinhard Hauff
Drehbuch: Reinhard Hauff, Volker Ludwig
Kamera: Frank Brühne
Schnitt: Peter Przygodda
Cast: Ilona Schulz, Dieter Landurius, Thomas Ahrens
Genre: Musical
Jahr: 1988
Länge: 99 Min.

Inhalt: Verfilmung des gleichnamigen Musicals: Sunnie, ein Mädchen aus der Provinz, kommt nach Berlin, um dort den Rockstar Johnnie zu treffen, der ihr nach einem Konzert seine Adresse gegeben hatte. In der U-Bahn nach Kreuzberg lernt sie eine Reihe schräger Typen kennen, darunter den „Asphalt-Cowboy“ Bambi. Von ihm erfährt Sunnie, dass es Johnnies Adresse in Kreuzberg gar nicht gibt. Gemeinsam begeben sich Sunnie und Bambi in der umtriebigen Metropole Berlin auf die Suche nach dem Rockstar.

Blauäugig

Blauäugig Regie: Reinhard Hauff
Drehbuch: Dorothee Schön
Kamera: Hektor Morini, Jaroslav Kucera
Schnitt: Heidi Handorf
Cast: Götz George, Miguel Ángel Solá
Genre: Politthriller
Jahr: 1989
Länge: 87 Min.

Inhalt: Im Argentinien des Jahres 1980 entfremdet sich Laura, die Tochter des bekannten Geschäftsmanns Johann Neudorf, zusehends von ihrer gesetzten Familie, engagiert sich politisch und wird verhaftet. Die Verantwortlichkeiten zwischen Polizei, Heer oder Marine sind für die Familie undurchschaubar, das Gefängnis unbekannt – doch Johann Neudorf versucht, seine Geschäftskontakte zum argentinischen Militär zu nutzen.

Er findet seine Tochter in einer Leichenhalle mit deutlichen Spuren von Folterung und erfährt davon, dass sie vor ihrer Ermordung ein Kind geboren hatte. Neudorf setzt alles aufs Spiel, um das Kind zu finden. Seine eigene Lebensgeschichte scheint sich auf fatale Weise zu wiederholen: Er selbst war als Kind von den Nazis verschleppt worden.

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